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Depression

Depression

Die Depression als Begriff ist heute Bestandteil der Alltagssprache geworden. So werden traurige Stimmungslagen heute auch gleich mit dem pathologischen Begriff „Depression“ versehen. Unter einer Depression als Erkrankung oder Störung wird ein Zustand verstanden, der massiv in das Leben eines Menschen eingreift. Das kann ein Verlust, der mit Traurigkeit etc. einhergeht, auch sein – ohne die Diagnose Depression zu verdienen.

Wenn es sich wirklich um eine Depression handelt, dann sprechen die betroffenen Menschen von einer Lustlosigkeit, einer Leere, von Perspektivenlosigkeit, dem Verlust von Freude oder gar die Unfähigkeit Freude oder gelöste Stimmung zu erleben.

Neuere Forschungen (Nemeroff in Gabbard, 2010) bestätigen die Annahme von Freud, dass Menschen mit frühen Verlusten entschieden mehr  zur Depression neigen als andere. Aber nicht nur der frühe Verlust prädisponiert zur Depression, auch Trauamata und Mißbrauchserfahrungen sind entscheidende Faktoren.
Generell lässt sich festhalten, dass Männer sich mit den Themen rund um Trennung und Scheidung bzw. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz eher zur Depression neigen als Frauen; diese erweisen sich als empfindlicher bei Schwierigkeiten mit persönlichen Umfeld bzw. der Beziehungsgestaltungen.

Zweifellos spielen genetische Faktoren eine mitbestimmende Rolle – nichtsdestotrotz sind Umweltfaktoren meist die Auslöser.

Kendler et al. (ebda, S. 240) kommen in Ihrer Studie über die Depression zum Schluss, dass „Lebensereignisse, die für das Individuum von besonderer Bedeutung sind, vermutlich enger mit dem Ausbruch einer klassischen Depression bei Erwachsenen zusammenhängen.“

In jedem Fall ist bei einer Diagnose der Depression der/die Fachmann/Fachfrau zu konsultieren. Dazu zählen PsychotherapeutInnen, PsychologInnen und PsychiaterInnen bzw. ÄrztInnen.

Mittlerweile zählt die Depression zur häufigsten Erkrankung, was wohl Ausdruck unserer Zeit (und vielleicht auch des Umgangs mit Diagnosestellungen) sein mag. In jedem Fall ist ein professioneller Umgang mit dem Erlebniszustand dringend zu empfehlen.

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